Neuer Blog-Artikel: Hagebutten in der Tierheilkunde

Hagebutten in der tierheilkunde

von Carolin Caprano

Die Wildrose oder auch Heckenrose genannt, trägt weiße kleine Blüten, aus denen später die Hagebutten entstehen. Es handelt sich um einen wild wachsenden Strauch der in Europa, Asien, Noramerika, Nordafrika aber auch anderen Orten der Erde beheimatet ist. Ihr lateinischer Name lautet "Rosa canina" und sie gehört zur Familie der Rosaceae. Viele von uns kennen die Pflanze eventuell noch aus der Kindheit, als man daraus "Juckpulver" für Streiche machte.

 

Ihre (Schein-)Frucht, die Hagebutte, ist voll mit kleinen Samen aber auch vielen besonderen Wirkstoffen. Geerntet wird die Hagebutte von Herbst bis Frühling und sie ist bekannt für ihren einen süß-sauren Geschmack. Für viele Lebensmitteln wie Marmeladen, Tee und Säfte werden die roten Früchte deshalb gerne genutzt. Dabei kann die Hagebutte noch viel mehr, als nur gut schmecken.

 

Verwendung finden hauptsächlich die Schalen der Hagebutten, die unter anderem sehr viel Vitamin C, Lycopin, Flavone, Fruchtsäuren, B-Vitamine und viele Mineralien enthalten. Deshalb eignet sich die Einnahme gut, um den Bedarf an Vitamin C zu decken, gegen Erkältungen, zur Stärkung des Immunsystems und bei Frühjahrsmüdigkeit. Es wird zudem eine leicht harntreibende Wirkung nachgesagt. In der Heilkunde wird dazu meist das Hagebuttenpulver verwendet, das aus den Schalen und den Samen nach einem Trocknungsprozess gewonnen wird. Die Heckenrose bzw. die Hagebutte zählt deshalb also auch zu den Heilpflanzen.

 

Aber nicht nur für Menschen ist die Verwendung der Hagebutten interessant sondern auch für unsere vierbeinigen Freunde. Für Tiere wie Pferde oder Hunde und Katzen sind die kleinen roten Früchte ein wahrer Vitamin-C Boost. Verbreicht werden sie meist in Form von Pulver. Pferde fressen aber auch gern die ganzen getrockneten Früchte.

 

Vor allem bei Arthroseerkrankungen ist der Einsatz von Hagebutten(pulver) sehr interessant. Forschungen ergaben, dass die Hagebutten, neben den oben schon erwähnten Stoffen, auch sogenanntes Galaktolipid enthalten. Dieses besteht aus einem Zuckeranteil und Fettsäuren. In der Studie stellte sich heraus, dass Galaktolipid entzündungshemmend und antioxidativ wirken kann, weil es verhindert, dass Leukozyten in Entzündungsgebiete eindringen und dadurch den Gelenkknorpel angreifen und schädigen können.

Fallbericht aus der Tierheilpraxis

Tier: Hund, Rhodesian Ridgeback, männlich

Alter: Geboren November 2001

Gewicht: 43 kg

 

Vorbericht:

Plötzliche Lähmungserscheinungen der Hinterhand. Untersuchungen in Tierklinik ergaben Verdacht auf Rückenmarksinfarkt. Hund konnte jedoch kurze Zeit später wieder laufen. Folgeprobleme waren eine Hinterhandschwäche mit Zittern und auffällige Muskelatrophie der Hinterhandmuskulatur. Dazu Verspannungen und Verhärtungen der Vorhandmuskulatur (als Kompensationserscheinung). Zusätzliche Röntgenaufnahme ergaben eine beginnende Spondylose.

 

Vorstellung in der Tierheilpraxis war im Juni 2009 mit folgenden therapeutische Maßnahmen:

- Rhus toxicodendron

- Hypercum-Injeel Ampullen (Heel)

- Vitamin-B-Komplex

- 1 x wöchentlich physiotherapeutische Maßnahmen, in Form von Massagen und passivem Durchbewegen.

 

Diese Maßnahmen brachten eine Verbesserung des Muskeltonus und einen leichten Muskelaufbau. Um das Knorpelgewebe zu schützen und Schmerzen zu reduzieren wurde ab August 2009 wurde dann zusätzlich Hagebuttenpulver der Marke "Litozin" (täglich 2g) zum Futter dazugegeben.

Diese zusätzliche Maßnahme brachte eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit. Der Hund stand besser auf und lief sich schneller ein. Die Besitzer berichteten, dass er vor allem morgens er sehr aktiv war und teilweise sogar wieder versuchte zu rennen.

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