Neuer Blog-Artikel: Schüßler-Salze gegen Übersäuerung

Dein Tier ist "sauer"?!

Wie Schüßler-Salze bei Übersäuerung helfen können...

von Carolin Caprano

 

Beim Menschen schon länger ein Thema, ist  sie nun auch bei unseren Haustieren (Pferd, Hund, Katze) immer häufiger anzutreffen: die Übersäuerung (Azidose). Als Übersäuerung wird ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes des Körpers bezeichnet. Dabei überwiegen die Säuren im gesamten Organismus, vor allem im Blut und im Bindegewebe. Säuren, sowie Basen sind chemische Verbindungen und enthalten Wasserstoff (H).

 

Wenn der Säure-Basen-Haushalt auf Dauer gestört ist und basische Mineralsalze fehlen, werden im Körper zunehmend Säuren eingelagert. In diesem Zusammenhang kann es zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Stressanfälligkeit kommen.  Bestehen schon körperliche Erkrankungen, so können sich diese verschlechtern.

 

Es gibt die Ansicht dass eine ständige Übersäuerung des Körpers auch für die Entstehung vieler Krankheiten verantwortlich ist. So treten im Zusammenhang mit Übersäuerung unter anderem auf: häufige Infektanfälligkeit, Magen-Darm Erkrankungen, Hauterkrankungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes und auch Krebs auf. Eingeteilt wird die Symptomatik der Übersäuerung dabei in drei Stadien bzw. Schweregrade.

 

Die häufigsten Ursachen sind Fütterungsfehler, gestörte Organfunktionen oder auch Stress (z.B. Über- oder Unterforderung, nicht artgerechte Haltung). Zur Diagnose einer Azidose stehen spezielle Urin- oder Bluttests zur Verfügung.

 

Für betroffene Tiere gilt es vor allem die Haltungs- und Fütterungssituation zu überprüfen und entsprechend zu verbessern. Zu Beginn der Behandlung sollten die Tiere viel Ruhe bekommen und stressige Situationen vermieden werden. Außerdem ist auf ausreichende Bewegung an der frischen Luft zu achten und die Tiere sollten ausreichend trinken. Zudem kann man mit Schüßler-Salzen schonend unterstützen.

 

Schüßler-Salze sind ein Naturheilverfahren, welche auf natürlichen, nicht chemischen, Mitteln basiert. Sie werden auch als Biochemie bezeichnet, also die Chemie der Biologie. Alle Salze dieser Therapieform sind auf natürlicher Weise in jedem von uns und entsprechend auch in unseren Tieren enthalten.

 

Der Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898) untersuchte den Menschen und die in ihm natürlich vorkommenden Mineralien. Auf diese Weise entdeckte er einen Zusammenhang zwischen der Gesundheit und dem Mineralhaushalt. Die Schüßler-Salze gelangen dann im Krankheitsfall dorthin, wo der Körper sie zur Heilung braucht.

 

Grundsätzlich steht bei Schüßler die Aussage, dass alle Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen entstehen. Werden die fehlenden Stoffe zugeführt, kann auch eine Heilung eintreten. Diese Zuführung der Mineralstoffe darf jedoch nur in ganz geringen Mengen erfolgen, ähnlich wie in der Homöopathie.

 

Die Darreichungsform der Schüßler-Salze sind meist Tabletten (oder auch äußerlich als Salben). Die Haupteinsatzgebiete sind chronische Erkrankungen, aber auch leichtere akute Beschwerden bzw. als Begleittherapie von akuten Erkrankungen.

 

Es gibt insgesamt 24 verschiedene Schüßler-Salze, wobei es ursprünglich einmal 12 waren, die von Schüßler selbst erforscht wurden.

 

Die Schüßler-Salze gibt es in zwei verschiedenen Potenzen: D6 (für akute Fälle) und D12 (für subakute und chronische Fälle).

 

Kleine Heimtiere bekommen pro Dosis eine ½ Tablette. Katzen und kleine Hunde 1 Tablette, mittlere und große Hunde 2 Tabletten und Großtiere 3 Tabletten.

Bei akuten Erkrankungen kann eine Dosis viertel- bis halbstündlich verabreicht werden, in allen anderen Fällen werden die Salze 3 x täglich verabreicht.

 

Die Tabletten können dabei komplett oder pulverisiert zum Futter dazugegeben werden oder mit Wasser aufgelöst über eine Plastikspritze (ohne Nadel) direkt oral verabreicht werden. Idealerweise sollten die Schüßler-Salze nicht mit Metall in Berührung kommen.

 

Die Basenkur mit Schüßler-Salzen:

 

·         Schüßler-Salz Nr. 8 Natrium Chloratum D6: reguliert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers, regt den Stoffwechsel an.

·         Schüßler-Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum D6: puffert und neutralisiert Säuren, reguliert den Stoffwechsel.

·         Schüßler-Salz Nr. 23 Natrium bicarbonicum D12: bindet überschüssige Säuren, reguliert den Stoffwechsel.

 

 

Weitere Schüßler-Salze, die individuell in die Therapie mit einbezogen werden können sind zudem:

  • Schüßler-Salz Nr. 6 Kalium sulfuricum: zur Entgiftung und Entschlackung, bei chronischen Erkrankungen
  • Schüßler-Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum: wichtiges Mittel für die Ausscheidung von Giftstoffen, unterstützt Leber und Galle
  • Schüßler-Salz Nr. 12 Calcium sulfuricum: zur Entgiftung und Entschlackung, hat besondere Beziehung zu Haut -und Schleimhautproblematiken

Der Einsatz der Schüßler-Salze ist sehr feinstofflich und man kann diese Therapieform normalerweise unbedenklich jeder anderen Therapie ergänzen. Im Gegensatz zu homöopathischen Mitteln können die Schüßler-Salze auch über einen längeren Zeitraum relativ unbedenklich gegeben werden.

 

Das Prinzip der Basensalze gibt es aber auch „stofflicher“.  Sogenannte Basenpulver enthalten die im Körper basisch wirkenden Mineralsalze in konzentrierter Form und haben entsprechend ebenfalls den positiven Einfluss auf Übersäuerung im Organismus:

 

z.B.

  • Basensalz (Fa. Anibio)
  • EQUIBAS für Pferde (über www.thp-back.de)
  • Mineral-/Kräutermischung:
  • Kräutermischung Nr. 10 (dr. Weyrauch)

Haftungsausschluss: Die Autorin hat sich um richtige und zuverlässige Angaben bemüht. Fehler können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine Garantie für die Richtigkeit der Angaben kann daher nicht gegeben werden. Eine Haftung für Schäden oder Unfälle wird aus keinem Rechtsgrund übernommen.

 


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