Neuer Blog-Artikel: Mit dem Hund auf Reise

Urlaub auf vier Pfoten – mit dem Hund in die Ferien

Tipps und Hinweise für das Reisen mit Hund

von Carolin Caprano

Endlich wieder Sommer: Kurze Hosen, Eis essen, Schwimmen gehen und natürlich ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund. Und um das alles auch richtig genießen zu können, wird dazu noch ein schöner Urlaub geplant.

Für viele Hundehalter stellt sich an dieser Stelle die Frage „Mit oder ohne den Vierbeiner wegfahren?“. Wer seinen treuen Begleiter ungern in eine Betreuung oder Hundepension geben möchte, der wird sich wohl für eine gemeinsame Reise entscheiden. Doch was ist dabei zu beachten?

 

Das Urlaubsziel

 

Innerhalb von Deutschland gibt es normalerweise keine besonderen Anforderungen und man muss sich lediglich für ein hundefreundliches Feriendomizil entscheiden.

 

Wer über die Grenzen hinaus verreisen möchte, der sollte jedoch klären, ob in seinem Reiseland die Einfuhr von Hunden möglich ist und unter welchen Bedingungen. Auch die Rückreise nach Deutschland ist dabei zu bedenken. Seit 2004 müssen Hundehalter bei Grenzübertritten innerhalb der EU den blauen EU-Heimtier-Ausweis mit sich führen. Die Hunde müssen zudem zur Identifikation auch mit einem Microchip (nach ISO-Norm 11784 oder 11785) gekennzeichnet sein.

 

In Regionen mit mediterranem Klima wie Italien, Spanien Frankreich oder Griechenland, können sich unsere Hunde zudem mit Krankheiten infizieren. Aber auch andere Urlaubsgebiete sind betroffen. Meist handelt es sich um Infektionen mit Parasiten, die von Zecken, Mücken oder Sandfliegen übertragen werden können. Die häufigsten Erreger sind die Leishmanien, Babesien, Ehrlichien und Dirofilarien.

Die Symptome der Infektionen können dabei recht unterschiedlich und unspezifisch sein. Es ist deshalb sinnvoll, nach dem Urlaub die häufigsten dieser möglichen Erkrankungen über eine Blutuntersuchung auszuschließen.

 

Auto oder Flugzeug

 

Sowohl in Deutschland, als auch vielen anderen Ländern wird gefordert, dass der Hund im Auto gesichert werden muss. Dafür eignen sich spezielle Transportboxen bzw. –käfige oder Autogurte für den Hund. Absperrgitter zwischen Gepäckraum und Fahrgastraum genügen jedoch nicht, um einen Hund ausreichend zu sichern. Denken Sie zudem an eine ausreichende Versorgung mit Wasser während regelmäßiger Zwischenstopps.

Bei der Reise mit dem Flugzeug dürfen kleine Hunde unter 5 kg Körpergewicht bei vielen Fluggesellschaften mit ihrem Besitzer in die Passagierkabine. Dazu ist ein kleiner Transportbehälter nötig, der eine bestimmte Größe jedoch nicht überschreiten darf. Größere Tiere müssen dagegen grundsätzlich in einer Hundetransportbox im Gepäckraum reisen.

 

Reisekrank, was nun?

 

Um den Hund vorab an längere Reisezeiten zu gewöhnen, ist es sinnvoll, dies mit dem Hund schon zu üben. Trotzdem gibt es viele Tiere die vor allem mit dem Autofahren Probleme haben und „Reisekrank“ werden.

Die Reisekrankheit beschreibt dabei einen Symptomenkomplex der durch die Bewegung von Fahrzeugen, Treibstoffgeruch usw. (insbesondere von Autos, aber auch von Flugzeug und Schiff) beim Transport verursacht wird.

Dabei kommt es zu einer Reizung des vegetativen Nervensystems, vor allem auch des Brechzentrums. In einzelnen Fällen liegt auch eine Hypersensibilität eines Tieres vor (Angst, Nervosität, Aufregung). Insbesondere spielt dabei Unerfahrenheit eine Rolle, sowie prägende, unangenehme Erfahrungen bei früheren Fahrten (Unfall, Schmerz, heftiger Schreck usw.)

 

Die Symptome können dabei von hochgradiger Unruhe, Zittern und ständigem Platzwechsel, über dauerndes Bellen und/oder Jaulen bis hin zu Speicheln und Erbrechen (oft schon kurz nach Beginn der Fahrt) gehen.

Deshalb ist es extrem wichtig, betroffene Hunde behutsam an das Reisen zu gewöhnen. Wiederholtes Besteigen des Fahrzeuges, ohne dass eine Fahrt durchgeführt wird (auch mit Belohnung durch z.B. Futter im Fahrzeug) und eine angepasste Fahrweise kann dabei hilfreich sein.

Zudem muss das vegetative Nervensystem beruhigt werden. Hierbei helfen zum Beispiel die Bachblüten „Notfall“-Tropfen (bei Panik, Unruhe, Angst etc.) oder das homöopathische Mittel Cocculus (bei Speicheln, Erbrechen, Harn- oder Kotabsatz beim Autofahren). Eine pflanzliche Alternative sind Ingwer Tabs (z.B. der Firma Astoral).

 

Die Notfallapotheke

 

Im Urlaub krank oder verletzt? Das ist selbstverständlich das Letzte was Mensch oder Tier passieren soll. Trotzdem kann man so etwas natürlich leider nicht ausschließen. Für alle Fälle sollte man sich deshalb schon vorab über Tierärzte in der Nähe des Urlaubsziels informieren und alle wichtigen Daten und den Impfausweis griffbereit haben. Des Weiteren kann man sich auch selbst eine kleine Notfallapotheke zusammenstellen, die mindestens folgenden Inhalt haben sollte:

  • Fieberthermometer,
  • Schere, Verbandswatte, Mullbinden, Klebeband, Desinfektionsmittel, Wundsalbe, Pinzette und/oder Zeckenzange.
  • Zudem sollten einige homöopathische Mittel auf Reisen nicht fehlen, wie z.B. die Mittel „Aconitum“ bei Schock, „Arnica“ bei Verletzungen „Apis“ bei Schwellungen/Stichen, „Nux vomica“ bei Übelkeit oder Durchfall und „Veratrum album“ bei Kreislaufproblemen.

Auf diese Weise ist man auf kleinere Notfälle vorbereitet und kann stets „Erste Hilfe“ leisten.

 

mein tierheilpraxis blog wünscht einen schönen urlaub!!

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Kommentare: 1
  • #1

    Claudia (Mittwoch, 12 Juli 2017 11:45)

    Servus Carolin, endlich Urlaubszeit.�� Wir fahren mit Lady nach Italien, auch toll. Lg Claudia