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Heilkräuter für Hunde

von Carolin Caprano

"Bei Übelkeit hilft dem Schäferhundmischling Dino am besten ein Magen-Darm-Tee. Beim ersten Rezept waren die Besitzer noch sehr erstaunt, dass auch Tiere Tee trinken. Doch weil Dino die Kräutermischung sehr gerne mochte, versuchen Sie leichtes „Unwohlsein“ in der Magengegend nun auch in Zukunft erst einmal auf diese Weise zu behandeln."


Die Pflanzenheilkunde (in der Fachsprache Phytotherapie genannt) zählt zu den ältesten Therapiearten überhaupt. Schon sehr lange Zeit sind so die möglichen Heilwirkungen von vielen Pflanzen bekannt.
Jede Heilpflanze bildet während ihres Wachstums Stoffwechselprodukte, die sie speichert. Einige dieser Produkte sind von so großem Wert, dass die Pflanze durch sie zu einer Heilpflanze wird und auch therapeutisch eingesetzt werden kann!
In der Naturheilkunde verwendet man dann Pflanzen oder besser gesagt bestimmte Pflanzenteile, die Stoffe enthalten, welche medizinische Wirkung erzielen sobald sie in den Körper gelangen. Am häufigsten Anwendung finden so das Kraut, die Blätter, die Blüten, die Früchte oder die Wurzeln bestimmter Pflanzen.


Für die Anwendungen bei Hunden (aber auch Katzen, Pferden, sowie Kaninchen und Meerschweinchen) eignet sich hauptsächlich der getrocknete Rohzustand der Kräuter oder der daraus hergestellte Tee. Beides kann man über das Trinkwasser oder mit dem Futter verabreichen.

Ein Beispiel hierfür wäre die allseits bekannte Kamille. Man schreibt ihr verschiedenste Heilwirkungen zu und so gilt diese Pflanze unter anderem als:

  • antibakteriell
  • beruhigend
  • blutreinigend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • schmerzlindernd

 

Die Kamille kann deshalb innerlich zum Beispiel bei akuten und chronischen Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt werden und äußerlich (in Form von Waschungen oder Kompressen) bei Hautleiden helfen. Verwendet werden die getrockneten Blüten, die als Tee zubereitet werden. Für die Zubereitung werden 1-2 TL der getrockneten Kräuter mit heißem Wasser übergossen. Nach dem Abkühlen kann der Tee dann angewendet werden.

 

Natürlich sind generell nicht alle Heilpflanzen auch für die Verabreichung an Tiere geeignet. Es ist daher sinnvoll, sich vorab über die für die jeweilige Tierart geeigneten Kräuter und auch die geeigneten Mengen zu informieren.

Dann aber findet die Kräuterheilkunde Einsatz bei zahlreichen Erkrankungen und kann in einigen Fällen eine echte Alternative zu vielen Allopathika (schulmedizinischen, meist chemischen Arzneimitteln) darstellen.

 

Die nun folgende kleine Liste ist eine erste Übersicht über einige bewährte Heilkräuter bei Hunden:

  • Kamille
  • Ackerschachtelhalm
  • Brennnessel
  • große Klette
  • Hagebutte
  • Mariendistel
  • Thymian
  • Fenchel
  • Spitzwegerich
  • Löwenzahn
  • Salbei

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