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Tiere: Fit ins Frühjahr

von Carolin Caprano

Wenn wir ehrlich sind, sind die meisten Winter in Deutschland nicht wirklich angenehm oder idyllisch verschneit. Wer geht schon gerne stundenlang nach draußen, wenn es regnerisch, kalt und matschig ist? Meist sind Mensch und Tier doch ein klein wenig im „Winterschlaf“, sowie Kondition und Gewicht durch das ein oder andere „Weihnachtsleckerlie“ vielleicht nicht mehr ganz optimal.

 

Sehnsüchtig warten wir deshalb auf den Beginn der wärmeren Jahreszeit. Endlich wieder längere Tage, mehr Sonne und wärmere Temperaturen. Denn zu diesen Bedingungen machen uns auch lange Spaziergänge, das Training im Hundesportverein, ausgiebige Gelände-Ausritte zu Pferd und alles andere auch wieder mehr Spaß. Gerade die Bewegung an der frischen Luft ist nämlich ein wichtiger Grundbaustein für einen gesunden Organismus unserer Tiere.

 

Allerdings bringt der Wechsel vom Winter in den Frühling, neben der Kontrolle des Gewichts und der Kondition, auch Belastungen für unsere Tiere mit sich. Deshalb sollen Sie an dieses Stelle ein paar Tipps bekommen, wie Sie Ihre vierbeinigen Freunde gut in die wärmere Jahreszeit bringen.

 

Fellwechsel

 

Die Zeit des Fellwechsels ist für den Organismus der Tiere sehr anstrengend. Dauert der Fellwechsel zum Beispiel auffallend lange, kann dies unter anderem an einem Nährstoffmangel liegen. In solchen Fällen können Futterergänzungen helfen, den Fellwechsel zu erleichtern. Bei Hunden und Katzen können sich unter anderem Bierhefe, natürliche Mineralvormischungen mit Zink und Biotin, Effektive Mikroorganismus (EM, z.B. in Form von Bio-Bokashi), oder ein Tropfen Leinöl zum Futter günstig auswirken.

 

Bei Pferden eignen sich vor allem die Futter-Öle (Leinöl oder Nachtkerzenöl), welche Energie bringen, ohne wiederum durch Eiweiße zu belasten. Zudem verbessert sich dadurch meist die Haut- und Fellqualität und das Haar „glänzt“ schöner.

Kräutertees in Arzneiqualität aus z.B. Klettenwurzel, Brennnessel und Löwenzahn reinigen zum einen das Blut und bringen zum anderen den Stoffwechsel in Schwung.

 

Vor allem aber sollte wieder mehr gebürstet und geputzt werden und die meisten Tiere werden diese vermehrte Zuwendung sicher genießen. Das Bürsten hat in diesem Fall nämlich gleich zwei positive Eigenschaften: Lose Haare werden schneller entfernt und gleichzeitig hat das Putzen einen massageähnlichen Effekt, regt somit die Durchblutung an! Wessen Tier sich mit Bürste und Kamm weniger anfreunden kann, der gönnt diesem vielleicht gleich gezielt eine ausgiebige Massage, die in das tägliche „Streichelprogramm“ mit eingebaut werden kann. Die manuelle Massage hat einen entspannenden, lockernden und durchblutungsfördernden Effekt auf Haut, Bindegewebe und Muskulatur.

 

Weidezeit bei Pferden

 

Ein spezielles Thema bei Pferden ist die kommende Weidesaison. Die Freude darüber ist sicher bei jedem Pferd sehr groß, trotzdem muss diese sehr langsam und behutsam wieder eingeführt werden. Wichtig ist dabei, den Tieren vor dem Weidegang Heu oder Stroh zu fressen zu geben, damit sie nicht gleich so viel des eiweißreichen frischen Grases verschlingen. Auch sollte die Zeit des Weidegangs nur ganz langsam gesteigert werden. Am Anfang sind 10 Minuten schon ausreichend um sich an das frische Gras gewöhnen zu können. Wird das nicht beachtet drohen Komplikationen wie Koliken, Durchfall oder Huf-Rehe.

 

Zecken

 

Mit steigenden Temperaturen werden übrigens auch die Zecken wieder aktiv. Deshalb sollten Sie spätestens ab März daran denken, Ihre Tiere wieder regelmäßig abzusuchen und jede gefundene Zecke gleich mit einer dafür geeigneten Pinzette zu entfernen. Wer  seinem Tier vorbeugend Schutz bieten möchte, für den gibt es mittlerweile auch schon zahlreiche Mittel auf natürlicher Basis wie Decansäure (Fettsäure aus dem Kokosöl) oder Margosaextrakt (in Neemölsamen enthalten), die gegen die „Plagegeister“ helfen können.

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