Neuer Blog-Artikel: Silvester-Angst Tiere

Silvester-Angst bei Tieren

von Carolin Caprano

Nach der besinnlichen Weihnachtszeit dauert es nicht mehr lange und der Jahreswechsel steht bevor. Silvester, ein Fest auf das sich die meisten Menschen, aber die wenigsten Tiere freuen.

 

Viele Tierarten haben ein wesentlich feineres Gehör als wir Menschen. Viele unnatürliche, laute Geräusche wie Sirenen, Schüsse und Feuerwerk können deshalb schnell Angst und sogar Panik machen. Dies äußert sich zum Beispiel mit Zittern, starkem Hecheln, Jaulen und Jammern, Unruhe und ständigem Herumlaufen, bis hin zu Zerstörungswut.

 

Für viele unserer Haustiere zählt Silvester also als absoluter Stressfaktor und man sollte gewisse Vorbereitungen treffen, um sie diesen einen Abend (und die Tage drum herum) etwas leichter überstehen zu lassen. Vor allem Hunde sind durchaus in der Lage sich an ungewohnte Geräusche etwas zu gewöhnen. Gezielte Vorbereitung und Übung mit sogenannten „Geräusche-CD’s“ können dabei eine Hilfe sein. Aber auch hier sollte mit Bedacht und Einfühlungsvermögen vorangegangen werden.

 

Weiterhin ist es von großer Bedeutsamkeit, dass wir Menschen selbst die ganze Situation so gelassen meistern wie möglich. Dabei sollte auch an tierartspezifische Besonderheiten gedacht werden. Bei Hunden zum Beispiel müssen wir darauf achten, die Angst nicht unnötig zu bestätigen oder zu verstärken. Natürlich darf der Hund aber Schutz bei Ihnen suchen und sich geborgen fühlen. Zeigen Sie ihm, dass man in diesen Situationen dabei ganz cool bleiben kann und dass Sie für ihn da sind.

 

Vielen Tieren tut es auch gut, wenn Sie einen abgedunkelten Raum (Rollläden runter!) für den Rückzug zur Verfügung haben, der vielleicht auch etwas Lärmgeschützt liegt. Hunde, Katzen und Nager verstecken sich dann auch gerne in „Höhlen“, deshalb sollten verschiedene Ruhebereiche und Versteckmöglichkeiten für die Tiere zur Verfügung stehen.

 

Oder starten Sie Ablenkungsmanöver: Futterspiele mit dem Lieblingsleckerchen, angenehme Musik oder der laufende Fernseher können die Reize, die von außen kommen, eventuell etwas abmildern bzw. den Fokus davon wegnehmen. Auch Entspannungsmassagen werden von vielen Tierarten als sehr angenehm empfunden und können dazu beitragen, dass der Stress sich legt.

 

Zu guter Letzt hat natürlich auch die Naturheilkunde noch den ein oder anderen „Trick“ auf Lager, den man versuchen kann. Zum Beispiel können die Bachblüten Rescue-Tropfen gegeben werden. Optimaler Weise wird schon 1-2 Tage vor dem bevorstehenden Ereignis mit der Verabreichung begonnen. Das Mittel ist eine Kombination aus den folgenden Bachblüten:

  • Cherry Plum:             gegen Angst, über sich die Kontrolle zu verlieren
  • Clematis:                    gegen Bewusstlosigkeit
  • Impatiens:                  gegen Stress- und Spannungszustände
  • Rock Rose:                  gegen Panik oder hysterische Anfälle
  • Star of Bethlehem:    gegen Schock, Schreck und Betäubung

Mag Ihr Tier gerne Kräuter und Tee helfen unter anderem Melisse, Hopfen, Passionsblume, Johanniskraut und Kamille, die alle eine beruhigende Wirkung haben und oft auch schon als Fertigpräparate zu erhalten sind.

 

Seit einigen Jahren gibt es zudem sogenannte Phermomonpräparate (Für Pferde, Hunde und Katzen), die  den natürlichen Beruhigungspheromon der Muttertiere nachempfunden sind. Diese Präparate, meist in Form von Sprays, Halsbändern oder Duftsteckern, können Tieren mehr Sicherheit in stressigen Situationen geben.

 

In diesem Sinne: Ein frohes und hoffentlich entspanntes neues Jahr!!

 

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