Neuer Blog-Artikel: Fit durch den Winter

Fit durch den Winter

von Carolin Caprano

Die Winterzeit sollte eine besinnlichere und ruhigere Zeit im Jahr sein. Die Witterung stellt jedoch besondere Ansprüche an Mensch und Tier.

 

Eisige Temperaturen machen also nicht nur unserer eigenen, sondern auch der Haut der Tiere zu schaffen. Vor allem die Pfoten können spröde und rissig werden, wodurch leicht Krankheitserreger und Streusand eindringen können. Dies kann wiederrum zu Entzündungen führen.

 

Die Pfoten von Hunden und Freigänger-Katzen können deshalb mit fetthaltiger Salbe (oder speziellen Pfotenschutzsalben/-sprays) eingerieben werden. Die Hundefüße können zudem nach dem Gassi-Gang lauwarm abgewaschen werden. Dies ist vor allem für Hunde mit langem Fell sinnvoll, da sich zwischen den Ballen Schneeklumpen bilden können.

 

 Auch Pferdebesitzer sollten im Winter vermehrt auf Hygiene achten. In den Fesselbeugen kann sonst schneller eine Mauke (spezielle Hautentzündung, siehe auch Artikel: http://tierheilpraxis-blog.jimdo.com/2016/11/01/neuer-blog-artikel-mauke/) entstehen, wenn sich die Pferde lange auf feuchten und matschigen Koppeln aufhalten.

 

Eine „weiße“ Winterwelt sieht natürlich besonders schön aus. Leider macht jedoch das Schneefressen einigen Tieren großen Spaß.  Wird aber zu viel Schnee aufgenommen kann es  dadurch unter anderem zu Bauchschmerzen mit Durchfall und  Erbrechen (bei Pferden auch zu Kotwasser bis hin zu Koliken) und Rachenentzündung kommen.

 

Auch durch Frostschutzmittel droht Gefahr. Aufgrund des meist süßlichen Geschmacks, werden Reste solcher von Hunden und Katzen gerne aufgeleckt und es kann zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen. In einem solchen Fall muss das Tier unverzüglich zum Tierarzt gebracht werden.

 

Trotzdem ist viel Bewegung an frischer Luft das Wichtigste für unsere Tiere, ...auch im Winter. Tiere haben normalerweise eine sehr gute Thermoregulation und deshalb auch bei niedrigen Temperaturen meist keine Probleme.

Bei Hunden, die schnell frieren oder sich nur wenig bewegen, kann aber zusätzlich über einen Hundemantel nachgedacht werden. Auch bei älteren oder kranken Pferden ist manchmal eine Decke sinnvoll. Das muss man aber von Fall zu Fall entscheiden.

 

Wer dem Immunsystem seines Tieres zusätzlich ein wenig auf „die Sprünge helfen“ will oder gar muss, achtet auf eine ausgewogene Fütterung und kann zudem gezielt z.B. Vitamin C, Vitamin E, Biotin oder Zink ergänzen. Dafür gibt es mittlerweile auch schon viele tierartspezifische Vitamin- und Mineralvormischungen im Fachhandel oder bei ihrem Tier-Therapeuten.

 

In diesem Sinne: Kommt gut mit euren Vierbeinern in die kalte Jahreszeit!!

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