Neuer Blog-Artikel: Allergien

Allergien bei Tieren

von Carolin Caprano

 

 

Mittlerweile haben auch schon viele (ursprünglich nur für uns Menschen typische) Zivilisationskrankheiten bei unseren Haustieren Einzug gehalten.

 

Viele Erkrankungen unter denen unsere Tiere zu leiden haben, kennen sie eigentlich erst, seitdem sie unter der Obhut des Menschen leben. Ursache sind, ähnlich wie bei uns, meist falsche Fütterung, schädliche Umwelteinflüsse und nicht artgerechte Haltung

 

Allen voran steht auch das große Thema Allergien

 

Verschiedenste Einflüsse wirken auf das Tier ein, wie zum Beispiel Infektionen (mit Pilzen, Viren, Bakterien), Parasiten, Stress, Umweltgifte, industriell gefertigtes Futter, Allergene, Impfungen, auch Strahlungen (z.B. Röntgen und Elektrosmog), sowie eine erbliche Veranlagung.

Lange Zeit kann ein tierischer Organismus auch mit diesen Dingen fertig werden, doch irgendwann bringt vielleicht der „letzte Tropfen das Fass zum überlaufen“.

Der Organismus reagiert dann mit einer übersteigerten Abwehr gegen bestimmte Stoffe aus der Nahrung, der Luft, dem Wasser, aus Medikamenten etc.: die Allergie!

Meist sind bei einer Allergie vor allem das Immunsystem, das Nervensystem und die Entgiftungsorgane, d.h. Leber, Niere, Darm, stark überlastet.

 

Eine Allergie äußert sich dann in verschiedenster Symptomatik

 

Angefangen mit Juckreiz, Schuppen und Ekzemen (vor allem an den Pfoten, in der Maulgegend, hinter den Ohren am Schwanzansatz und im Genitalbereich) über chronische Ohrentzündungen, Gastritis und chronischen Durchfall, bis hin zu Hyperaktivität.

Allergene die dann Auslöser für die Symptomatik sein können sind unter anderem:

  • In der Luft -> Pollen, Ozon, Abgase, Sprays, Parfüm, Tabakrauch, Toxine von Milben oder Schimmel etc.
  • Im Wasser -> Reinigungsmittel, Spül- oder Putzmittelreste, Shampoos, Salze, Pestizide, Metalle etc.
  • Medikamente -> Salben, Tabletten, Tropfen, Injektionen, Shampoos, Wurmmittel, Impfungen, aber auch naturheilkundliche Mittel wie zum Beispiel Teebaumöl etc.
  • Parasiten -> Flöhe, Bienen, Milben etc.
  • Feststoffe -> Düngemittel, Wolle, Appreturen in Liegedecken, Farbstoffe, Nickel oder Chrom, Flohhalsbänder, Chemie in Bodenbelägen, Holzimprägnierer, gefärbtes Spielzeug, Plastikschüsseln etc.
  • Zusätzliche Stressfaktoren -> große Mengen an unnatürlichen Reizen und zu wenig an natürlichen Reizen (Lauftrieb, Klimareize, Sexualtrieb, Kontakt zu Artgenossen etc.)

Ein besonderes Thema spielt die Futtermittelallergie beim Hund

 

Das Futter ist ein essentieller Bestandteil des Lebens eines Tieres. Hierüber bekommt es all die Nährstoffe, Vitamine und Mineralien die für ein gesundes Leben wichtig sind.

 

Zu Zeiten des Fertigfutters, welches häufig voll von Zusätzen wie Konservierungsstoffen, Farbstoffe, Appetitanregern und Duftstoffen, künstlichen Vitaminen, einem zu hohen Anteil an Getreide und dafür häufig zu wenig Fleischanteil, reagieren die Hunde zunehmend mit allergischen Reaktionen.  Generell hat das heutige industrielle Fertigfutter im Grunde nicht mehr viel mit der natürlichen Nahrung des „Jägers“ Hund zu tun.

 

Futtermittelallergien lassen sich zunächst allerdings nur schwer diagnostizieren. Die meisten Allergietests sind nur für zum Beispiel Allergene aus der Luft (wie Pollen) oder bei Parasiten (wie Milben) wirklich aussagekräftig. Meist wird ein Bluttest oder ein Hauttest durchgeführt, der aber bei Futtermitteln oft falsch negativ ausfallen kann.

Futtermittelunverträglichkeiten lassen sich am besten durch 1. Ausschluss anderer Ursachen, 2. durch die Symptomatik und 3. durch eine Eliminations-, und Provokationsdiät diagnostizieren.

 

Eine andere Möglichkeit ist die Bioresonanzanalyse. Die Bioresonanz ist zwar auch umstritten und bis jetzt nicht wissenschaftlich anerkannt, liefert aber der Erfahrung nach in der Praxis recht zuverlässige Ergebnisse, so dass man mit ihrer Hilfe Allergene und sog. Pseudoallergene bei der Ernährung und im Umfeld des Tieres gezielt vermeiden kann.

 

Liegt denn eine Unverträglichkeit gegen ein Futtermittel oder eines der Zusatzstoffe vor, macht sich dies dann meist wie folgt bemerkbar

  • Verdauung -> Erbrechen, Durchfall (stinkend, dünn bis breiig), häufiges Aufstoßen, Blähungen, aufgedunsener Bauch, unphysiologisch große Kotmengen, Übergewicht, unangenehmer Körper- oder Maulgeruch.
  • Haut -> extremer Juckreiz, Ekzeme, Quaddeln, vor allem an unbehaarten Stellen wie Bauch, Pfoten und Achseln, aber auch Haarausfall an Kopf, Hinterteil oder Rumpf.
  • Mentale Symptome -> chaotisches, destruktives Verhalten; herabgesetzte Lernfähigkeit; unerschöpfliche Energie bis zur völligen Erschöpfung (buddeln, laufen, nagen, bellen) oder lecken, knabbern, kratzen bis zur Selbstverletzung von Pfoten oder Schwanz; Heißhungerattacken oder Futterverweigerung; übermäßige Angstsymptome und Panikattacken; übermäßige Unruhe; Nervosität und Hyperaktivität etc.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0